Chronik der Ortsgruppe Ensingen

Quellenangabe: Aus der Festschrift:
„100 Jahre Ortsgruppe Ensingen“ 1901- 2001 von Oskar Drowschak, Vertrauensmann der OG von 1971 bis 1983

Bereits 13 Jahre nach Gründung des Hauptvereins im Brauereigasthaus
„Waldhorn“ in Plochingen trafen sich am ? Juni 1901 folgende Männer in der „Krone“ in Ensingen.
Der damalige Kronenwirt Gottlieb Schmid und der Gemeindepfleger Johannes Seemüller. Zu ihnen gesellten sich noch Gottlieb Laible, Jakob Müller, Christoph Reidenbach, Gustav Weyrether, der Förster Karl Bucher und der Amtsdiener Karl Diener.
Schultheiß Johannes Weber stellte sich als Vertrauensmann zur Verfügung.
Sie kamen zusammen, um eine SAV- Ortsgruppe in Ensingen zu gründen.
Bereits schon am 24. Juni 1900 wurde die Einweihung einer Schutzhütte und einer Aussichtsplatte auf dem Eselsberg gefeiert. Es ist anzunehmen, daß dies mit den Antrieb zur Gründung eine Ortsgruppe war. Überall im Land wurden nacn und nach Ortsgruppen gegründet. Diese Männer der ersten Stunde erkannten in kluger Voraussicht, daß Ortsgruppen, welche gebietsübergreifend zusammenarbeiten, zur Pflege von Natur, Naherholung, Artenschutz und Brauchtum optimal ihre Aufgaben meistern können.
Welch einen Weitblick hatten diese Männer vor über 100 Jahren !

Ereignisse aus den ersten Gründungsjahren.
1910: Schultheiß Ellwanger übernimmt als Vertrauensmann die Ortsgruppe mit der Anordnung, ab sofort ein Kassenbuch zu führen, wo alle Einnahmen und Ausgaben einzutragen sind. Amtsdiener K. Diener erhielt
z.Bsp.1911 als „Trinkgeld“, für das anbringen von Tafeln 1 Mark ausgehändigt.
1914: Kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges fand auf dem Eselsberg ein Waldfest statt. Für den Aufbau der Abortanlagen zeigte sich der Stromberggau grosszügig und überwies 10 M. Zimmermann Knoll fertigte die Häuschen an. Nach Beendigung des Festes wurde alles wieder abgebaut und die Bretter verkauft.
In den nun folgenden Kriegsjahren erloschen alle Aktivitäten der OG.

Die Jahre nach dem 1. Weltkrig

1920: Die Ortsgruppe erholt sich allmählich von den Nachwirkungen des 1.Weltkrieges und konnte nun 18 Mitglieder vorweisen.
Schultheiß Alfons Pfitzer als neuer Vertrauensmann führte auch das Kassenbuch. Es war damals noch das einzige schriftliche Dokument der OG.
Schon damals erforderte die Instandhaltung der Schutzhütte, die bis heute besteht, immer wieder Kraft und Geldmittel. Auch das Aussichtsgerüst am Eichenbaum musste durch die Fa. Englert erneuert werden.
Kosten dafür:182 Mark
1923: Die Inflation erreicht Ihren Höhepunkt.
Mitgliedsbeiträge: 2.871.112.475 M- das sind
2 Mld, 871 Mio,112 Tsd, 871 Hd. Mark
Abgeliefert an Hauptverein: 2.800.112.475 Mark
Somit gab es einen Kassenüberschuss von 71 Mio. Mark !
1925: Der Bau des Aussichtsturmes „Eselsburg“ kann nach schwierigen Verhandlungen in Angriff genommen werden.
Dazu ein besonderer Bericht unter dem Menüpunkt:
Der Bau der Eselsburg 1925.

Der „Turm“ bleibt von nun an immer ein Thema in der Chronik der OG.
Die Mitgliederzahl erhöhte sich mit Einweihung des Turmes von 20 auf 36 Mitglieder.
1927: Ab dem 11. April wurde vom Schultheiß und Vertrauensmann Alfons Pfitzer ein Protokollbuch geführt. Es wird darin von einer Ausschusssitzung im Rathaus von Ensingen berichtet.
1929-1932: Es folgen schöne Jahre für die OG.
Schon von 3-oder auch 5 Ausschusssitzungen wird berichtet. Jedes Jahr wurde zu einer „Generalversammlung“ eingeladen. Versammlungsorte waren im Adler, Krone, Rose, Lamm und bei Maisel. Vorträge, Theaterstücke und Wanderungen haben in all den Jahren bereits stattgefunden.
1933: Die Mobilitätt der OG nimmt zu. Am 23. Juli wurde erstmals eine Busfahrt in den Nordschwarzwald durchgeführt. Die Route führte über Pforzheim-Wildbad-Besenfeld-Murgtal-Schwarzenbachtalsperre-Baden-Baden-Loffenau-Herrenalb-Neuenbürg- Pforzheim-Ensingen.Von 46 zufriedene Teilnehmer wird berichtet.
Am 1.Sept.fand im GH Rose die Historische Sitzung zwecks GLEICHSCHALTUNG statt. Der seitherige Vertrauensmann Karl Kopf wird auf allgemeinem Wunsch wieder gewählt, obwohl er nicht Mitglied der NSDAP war.
1934-1939: Hauptlehrer Ernst Kizenberger übernimmt am 24.März bei einer Abschiedsveranstaltung in der Krone das Amt des Vertrauensmannes Karl Kopf, der nach Plieningen versetzt wurde.
Für seine vorbildlich geleistete Arbeit in der OG wurde Ihm die silberne Ehrennadel verliehen.
In den nun folgenden Jahren entwickete sich unter Vertrauensmann Erich Kizenberger eine rege Tätigkeit in der OG. Wegemarkierungen, Weginstanthaltung und besonders die erste Reparaturen am Turm hielten die Ensinger „Älpler“ in Atem.
Ein grosses Anliegen war dem Naturfreund Kizenberger das Wandern. Als Hauptlehrer konnte er auch die Jugend aktivieren. Sein Ziel war, monatlich eine Wanderung anzubieten, was ihm 1937 und 1938 fast gelang.
1940: Es war Krieg.Das Leben in der OG kam zunächst vollständig zum Erliegen. Seit dem 27.Aug. 1939 hatte keine Sitzung mehr stattgefunden.
Auf Empfehlung von VM Ernst Kizenberger konnte Hauptvereinsführer Georg Fahrenbach, mit Zustimmung vom Beauftragten des Reichsportführers, Paul Bildmann das Amt der Vertrauensmannes übertragen werden.
1941-1944: Das Vereinsleben in der OG konnte auf Grund der herrschenden Verhältnisse nur eingeschränkt fortgesetzt werden. Wenige Wanderungen noch, wie z Bsp. eine Blütenwanderung nach Häfnerhaslach wurde mit 8 Pers. durchgeführt.
Die Bewirtschaftung des Turmes wurde 1943 eingestellt, da es an Personen, wie auch an Bier mangelte.
1945-1946: Das Vereinsleben kommt zu erliegen. Schon am
10. Jan.1945 konnten Einschüsse im Turm festgestellt werden. Sie stammten aus Luftkämpfen bei Großsachsenheimer Flugplatz.
Am 7.April konnten gegen 16:00 Uhr feindliche Truppen mit dem Fernglas auf der Eselsburg beobachret werden. Die Besatzungstruppen hinterließen beim Abzug einen schwer verwüsteten Turm.

Die Jahre nach dem 2. Weltkrieg

Laut amerikanischer Militärregierung mussten alle bisherigen Amtsträger zurücktreten. So auch Vertrauensmann Paul Bildmann. Erich Läutzins übernahm kommisarisch den Vorsitz, ehe ab 11. Juli 1946 Richard Seemüller das Ehrenamt übernahm. Auch die Führung des Kassenbuches war in seinen Händen. Erich Läutzins sorgte als 1. neuer Turmpächter nach dem Krieg für das Wohl seiner Gäste.
1950: Am 3. Dez.1949 wurde bei einer Mitgliederversammlung in der
„Rose“ Wilhelm Sieb zum Vertrauensmann gewählt.
Der anwesende Gauobmann Fröscher stellte die bedeutung der Eselsburgturmes für den Schw.albverein in den Mittelpunkt seine Rede.
Die Hauptvesammlung des Strombergverbandes folgte am 26. Febr. in der „Krone“ in Ensingen. Wichtigste Punkt der Tagerordnung war die Instantsetzung des schwer beschädigten Turmes. Paul Bildmann wurde vom anwesenden Hauptvorstand Georg Fahrbach zur Leitung der Aufbauarbeit am Turm beauftragt. Nun ging es mit Hochdruck wieder einmal an die Arbeit.
Schon am Himmelfahrtstag 1950 konnte der renovierte Turm zum 2. Mal eingeweiht werden.
Die OG hatte nun 38 Vollmitglieder und 14 Jugendliche.
1952: Paul Bildmann übernahm die OG noch einmal , aus gesundheitlichen Gründen übergab er das Ehrenmt nach 10 mon. an seinen Sohn Karl Bildmann. Am 6. Sept. wurde Karl Bildmann im „Lamm“ einstimmig zum Vertrauensmann gewählt.
Am 25. Okt. fand in der „Krone“ im vollbesetzten Saal nach langer Zeit wieder ein Familienabend statt.
1953: Zügig ging nun die Entwicklung der OG voran. Unter der Leitung von Friedemann Bildmann wurde eine Jugendgruppe gebildet. 24 Jugendmitglieder gestalteten im „Adler“ einen Jugend-Heimatabend. Meist waren bei Wanderungen der OG Jugendliche in der Mehrzahl.
1954: Die Lehrerin, Frl. Wetzel konnte als Leiterin für die neu gegründete Volkstanzgruppe gewonnen werden. Die aus 8 Paaren bestehende Tanzgruppe übte jeden Montag im Saal der „Krone“
Auf Anregung von Hauptlehrer Erich Kizenberger veranstaltete die sehr aktive Gruppe die erste Sonnwendfeier auf dem Hubbühl. Auch ein Sommernachtsfest im Sommer auf der Eselsburg und eine Herbstfeier in der „Krone“ wurden von der fleissgen Volkstanzgruppe durchgeführt.Die Erlöse waren für die Beschaffung von Dirndel-Kleider bestimmt.
1955: Die Volkstanzgruppe, unter der Leitung von Lehrerin Frl. Wetzel,
hat sich weiter entwickelt und besteht nun aus 12 Paaren. Die Dirndl, zum Teil in Eigenleistung gefertigt, konnten den Mädchen übergeben werden. Hauswirtschaftslehrerin Frl. Zirpka wurde Nachfolgerin von Frl. Wetzel.
Neben Reparaturen am Turm, ausgeführt von Ortsansässigen Handwerkern: Frey, Hausser, Schmid und Mayer wurden in der Turmstube Innenwände ausgefugt und gestrichen. Die zweite Sonnwendfeier wurde von diesmal von der Gaujugend veranstaltet.
1956: Unter grosser Anteilnahme wurde am 22. Jan. der langjährige Vertrauensmann Paul Bildmann bestattet. Am gleichen Tag verstarb sein Wanderfreund Karl Reiff.
1957: Die Eselsburg ist weiterhin ein beliebtes Wanderziel.Turmwart Erich Läutzins meldet wieder einen Einbruch. Am 15. Sept.trafen sich 80 Jugendliche zu einer Jugend-Sternwanderung auf der Eselsburg. Gaujugendwartin Erika Keim war die Initiatorin.
1958: Neben dem üblichen Veranstaltungsprogramm waren schon wieder Arbeiten am Turm und Umgebung erforderlich.
Das Ergebnis:10 neue Tische und Bänke, sowie ringsum erneuerte Geländer.
1959: Der Naturschutz bekam auch in der OG Ensingen immer mehr Aufmerksamkeit. Für den Naturschutzwart Aribert Seemüller ergab sich ein umfangreiches Betätigungsfeld.
1960: Vom Hauptverein wurden das Wanderwegenetz neu geordnet und der OG zugeteilt. Die zugeteilten Wege wurden im Frühjahr neu-bzw. umbezeichnet.
1962-1963: in den folgenden Jahren konnte ein vielfältiges Angebot an Wanderungen mit Bahn und Bus angeboten werden. Da der fahrbare Untersatz bei vielen Wanderfreunden noch fehlte, lag die Beteiligung meistens über 40 Teilnehmer. Die OG hat nun 137 Mitglieder.
1964-1965: Lichtbildervorträge haben in der OG eine lange Tradition und waren immer gut besucht. So auch wieder der Vortrag von Herrn Zipf aus Mühlacker. Thema: Durch Naturschutz zur Naturschönheit. Von bes. Interesse für den Turmwart war der Turmbrunnen, er liegt nordöstlich unterhalb vom Turm. Immer wieder beansprucht er eine besondere Pflege.
So waren am Ostermontag 1965 wieder viele Hände am Werk um den Brunnen wieder in Ordnung zu bringen. Nach erfolgter Reinigung ergab die Quelle eine Schüttung von 0,75 L/sec.
Unter grosser Anteilnahme wurde am 2. Mai das Ehrenmitglied Gustav Katzenwadel zu Grabe getragen.
1966-1967: Nachdem Ludwig Bachstetter, als Nachfolger von Erich Läutzins den Turm von 1961 bis 1965 betreut hatte, übernahmen Fritz und Emma Wirth das Amt des Turmwartes. Mit der Fam. Wirth begann eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit mit der OG und dem Hauptverein in Stuttgart. Aufgrund des guten und preiswerten Angebotes von „Speis und Trank“ der „Wirths-Leute“ stieg die Zahl der Turmbesucher bald daraufenorm an. Leider kam es in unregelmässigen Abständen, trotz angebrachter Sicherungen, immer wieder zu Einbrüchen am Turm. Der verursachte Schaden war meist höher als die Diebesbeute.
1968: Der Eselsburgturm, das Wahrzeichen von Ensingen, fordert seit seiner Einweihung 1925 von der OG immer wieder zeitliche und finanzielle Opfer. Nach den Renovierungen 1950, 1955 waren jetzt wieder Arbeiten am und im Turm erforderlich.
Der dafür hohe Kostenaufwand von 10.000 DM wurde zum Teil vom Hauptverein mitgetragen.
1969: Maßgeblich beteiligt an den Neugründungen der Ortsgruppe Horrheim (1963) und Häfnerhaslach (1969) war der Vertrauensmann der OG Ensingen, Karl Bildmann.
Nach einem Vorbereitungsgespäch mit Willi Renz wurde am 3.Aug.1963 im Gasthaus Rebstock die OG Horrheim gegründet.
Am Gründungstag der OG Häfnerhaslach, am 28. März 1969, hatte Karl Bildmann die Leitung der Gründungsversammlung im „Lamm.“
1970-1972: Von 1952 bis 1970 war nun Karl Bildmann überaus erfolgreich als Vertrauensmann in der OG tätig. Aus gesundheitlichen Gründen legte er das Amt in neue Hände. Bei der Neuwahl am 11.Dez.1970 im Saal der „Rose“ wurde Oskar Dworschak einstimmig zum Nachfolger von Karl Bildmann gewählt.
Die Planung und Vorbereitungen zur bevorstehende 900-Jahrfeier im Juli 1971 der Gemeinde Ensingen warf in der OG ihre Schatten voraus. 2 Festwagen wurden geschückt. Die OG trug mit Liedvorträgen und Volkstanzaufführungen zum Gelingen des Festes bei. Besonders auch die Schüler- und Jugendgruppe unter Ihrem Leiter Franz Schimmele wurde aktiv. Das Fest brachte „neuen Schwung“ in die OG.
Die sanitären Anlagen im Turm, seit längerer Zeit vom Landratsamt beanstandet, war eine dringliche Aufgabe, da nach einem Lokaltermin am 15.Nov. 1971 mit der Schliessung der Schankwirtschaft auf dem Turm gedroht wurde. Kostspielige Renovierungen mußten in Angriff genommen werden.
1974: In Zusammenarbeit mit dem Forstamt konnte auf der Eselsburg ein Kinderspielplatz errichtet werden. Zugunsten des Turmes beteiligte sich die OG am Vaihinger Straßenfest, war ein gutes finanzielles Ergebnis ergab.
1975: Die Jubiläumsfeier 50-Jahre Eselsburg konnte nicht auf dem Turm stattfinden. Grund dafür war die Verlegung der Wasser-und Abwasserrohre. Die Feier fand alternativ im Saal der „Krone“ statt. Der Pflanzgarten, der von Karl Bildmann angelegt wurde leidet unter der grossen Trockenheit im Sommer 1975.
1976: 75 Jahre OG Ensingen. Ende März wurde das Fest in Verbindung mit einem Familienabend gefeiert. Eine größere Feier, sie war auf der Eselsburg geplant, konnte leider nicht stattfinden, da sich die Verlegearbeiten der Wasserversorgung zum Turm immer wieder verschleppten.
1977: Die OG startet nach vielerlei Wünschen die Bewirtung der Gäste bei der Sonnwendfeier auf dem Hubbühl. Der finanzielle Erfolg war eher bescheiden. Doch die Gäste waren zufrieden. Am 30. Okt. wurde die erste „Sportliche Wanderung „angeboten. Sie wurde bald sehr beliebt. Das Angebot richtete sich vor allem an rüstige Wanderer, da bis zu 55 Km !! Strecke zurückgelegt wurden. Über 50 solcher Wanderungen wurden bis zur Einstellung im Jahr 2009 durchgeführt.
1978: Trotz grossen Bemühungen, konnte für den ausscheidenden Jugendleiter der Jugendtanzgruppe, Franz Schimmele kein Ersatz gefunden werden. Acht Jahre lang hatte er die schöne Aufgabe für die OG gemeistert. Für das wichtige Amt konnte als Zwischenlösung Claudia Gassner und Monika Dworschak gewonnen werden.
1979: Der erste Bauabschnitt: Renovierung der WC-Anlagen am Turm wurde abgeschlossen. Am 8. Juli wurde zur ersten Frauenwanderung eingeladen. Die beliebten sportliche Wanderungen werden nun immer am Karfreitag und Allerheiligen durchgeführt.
1980: Die Eselsburg ruft wie jedes Jahr zum Arbeitseinsatz. Nach der Renovierung der WC- Anlagen, erfolgte nun die Erneuerung der Tisch-und Bankgarnituren. Erstmals wurde eine Wanderwoche in den Bayrischen Wald mit Oskar Droworsch angeboten. Das langjährige Turmwart-Ehepaar Hugo und Herta Pfitzer kündigt zur Winterpause den Pachtvertrag.
1981: Nach einer Winterpause wurde die Eselsburg am 12. April mit den neuen Pächtern, Fam. Gölz wieder für Besucher geöffnet. Bei einem Lokaltermin mit Forstrat Lude bekam die Planung der neuen Burggrabenbrücke einen neuen Impuls.
1982: Mit der Erneuerung der Burggrabenbrücke konnte begonnen werden. Im Jahresprogramm war unter anderem enthalten: Eine Frauenwanderung und eine Gemeinschaftswanderung mit dem Gesangverein. Eine Wanderwoche im Bayrischen Wald, sowie zwei sportliche Wanderungen rundete das Angebot ab. Am 26.Sept. war der erste autofreie Sonntag . Die OG hatte zu einer Fahrradtour eingeladen.
1983: Die Eselsburg war auch 1983 wieder ein Thema. Die neue Brücke über den Burggraben wurde am 3. Juli eingeweiht. Neben dem Hauptverein und der OG Ensingen, halfen auch der Naturpark Stromberg-Heuchelberg und die Stadt Vaihingen bei der Finanzierung mit. Am 9. Dez. hielt die OG ihre „Generalversammlung“ ab. Turnusgemäß waren auch Neuwahlen vorgesehen, die zügig durchgeführt werden konnten. Als neuer Vertrauensmann wurde Dieter Bouse gewählt. Er übernahm das Ehrenamt von Oskar Dworschak, der erfolgreich 12 Jahre die Geschicke der OG lenkte.
1984-1985: Ein abwechslungsreiches Wanderprogramm konnte wie in den vergangenen Jahren angeboten werden.
Ab Febr. 1985 übernahm Else Bossert mit Fam. Beyer die Turmpacht von Fam. Gölz. Am 15.Sept. konnte das 60-jährige Turmjubiläum gefeiert werden. Die Belreinhütte sowie die Wasserversorgung waren in die Feierlichkeiten mit eingebunden.
1986: Heimatkundliche Wanderungen: Unter diesem Thema begannen unter der Führung von Manfred Seyffer Wanderungen in die nähere Umgebung. Eine erste Tour führte mit 35 Teilnehmern zum Wasserkraftwerk nach Mühlhausen. Von nun an wurden die Themenwanderungen jedes Jahr angeboten.
1987: Einen strammen Schritt legte der damalige MP Lothar Späth im Okt. vor, als er mit den Mitgliedern der OG auf die Eselsburg wanderte. Bei der Einkehr im Turm sprachen die Teilnehmer den Politiker auf verschiedene Probleme an. Auch OB Kälberer war anwesend. Der Bau der DB Neubaustrecke war auf der Gemarkung schon in vollem Gange.
1988: Zusammen mit der OG Horrheim wurde im Frühjahr eine Baustellenwanderung entlang der DB-Neubaustrecke durchgeführt. Sie begann in Oberriexingen und führte über den Leinfelderhof zum Marksteintunnel. Hier hatte die Bauleitung eine Führung genehmigt.
1989: Die Eselsburg forderte wieder einmal die Kräfte der OG. Die Turmfassade wurde zum Teil neu gestrichen. Im Innenbereich der Burg wurden verschiedene Renovierungen vorgenommen.
Der Burggraben und der Treppenabgang wurden mit neuen Geländern abgesichert. Der Hauptverein als Eigentümer übernahm einen guten Teil der Kosten.
Bei einer Ausschusssitzung im Turm wurde die Brunnenstube der OG übergeben.
1990: Ein schwerer Sturm hat dem Dach des Turmes stark zugesetzt. Das bisherige Ziegeldach wurde durch eine Kupferabdeckung ersetzt.
1991: Nach sechsmonatiger Bauzeit, in der die Mitglieder der OG rund 400 Arbeitsstunden geleistet haben, wurde die Sanierung der Schankwirtschaft abgeschlossen. Neben einer kompletten Isolierung konnte auch die Küche neu ausgestattet werden.
1992-1995: Es wird von verschiedenen Aktivitäten im Bereich Wandern berichtet. Der Pfälzer Wald wurde mit Rudi Tinter erwandert. Eine naturkundliche Wanderung führte die Teilnehmer ins historische Dinkelsbühl. Die Sonnwendfeier auf dem Hubbühl erfreut sich immer grösserer Beliebtheit. Karl Bildmann hat zusammen mit Werner Scheytt interessierte Ortsgruppen beim Gestalten eines Naturlehrgartens beraten. Da sich Dieter Bouse nicht mehr als Vertrauensmann zur Wiederwahl stellte, konnte trotz intensiver Bemühungen kein neuer Vertrauensmann und Stellvertreter gefunden werden. Es erfolgte daher die Einladung zu einer ausserordendlichen Mitgliederversammlung. Diese fand am 1.Febr.1996 statt.
1996: Die Mitgliederversammlung am 1. Febr. erbrachte folgende Personalunion: Fritz Mammel übernimmt die Stellvertreterschaft eines Vertrauensmannes. Manfred Lanik, Rudi Tinter und Oskar Dworschak übernehmen gemeinsam das Amt eines Vertrauensmannes.
1997: Aus dem großen Maßnahmenkatalog, der bereits im Vorjahr beschlossen wurde, kamen einige Vorhaben zur Ausführung. sie betreffen alle den Turm und dessen Vorplatz. Ein Rohrbruch mußte behoben werden und am Gasleitungssysthem war eine Sanierung überfällig. Die Tisch-und Bankgarnituren vom Turmvorplatz bekamen von Irene und Fritz Mammel einen neuen Anstrich.
1998: Nach dem Ausscheiden von Oskar Dworschak übernahm Werner Scheytt das Amt der Wanderwartes. Für die Aufgabe im Naturschutz konnte Manfred Schneider gewonnen werden, nach wie vor unterstützt von Karl Bildmann.
Die 40. Gausonnwendfeier auf dem Hubbühl fand bei idealem Wetter statt. Die Volkstanzgruppe und der Kinderchor der Grundschule mit Frau Frey trugen dazu bei, daß es eine gelungene Jubiläumsfeier war.
„25 Jahre grosse Kreisstadt Vaihingen/Enz.“
Die OG Ensingen, Horrheim, Vaihingen und Enzweihingen veranstalteten erstmals eine Markungswanderung mit einer Wanderstrecke von 78 Km. An 4 Sonntagen wurde zu den Etappen eingeladen.
1999: Wanderwart Werner Scheytt berichtete vom Wanderjahr 1999.
3 Halbtageswanderungen, 9 Tageswanderungen sowie 2 Wanderwochen wurden durchgeführt. Die 250 Teilnemer legten dabei ca. 6200 km zurück.
2000: 75 Jahre Eselsburgturm. Die Jubiläumsfeier war der Höhepunkt im Veranstaltungsplan der OG.
Das Festprogramm begann mit einem „Gottesdienst im Grünen“ auf der Eselsburg. Die Predigt hielt Dekan Leins. Der Bläserkreis vom ev. Kirchenbezirk Vaihingen umrahmte mit Chorälen und der Liedbegleitung der Teilnehmer die Feierstunde. Im Anschluss hielt, nach der Begrüssung durch Rudolf Tinter, der Präsident des Schw. Albvereins Peter Stoll die Festrede. Es folgten noch Redebeiträge von OB Heinz Kälberer, Ortsvorsteher Werner Rohloff, Gauobmann Dieter Auracher und Forstdirektor Frieder Schwarz.
Zum Ausklang am Nachmittag, musizierte der Musikverein Ensingen unter der Leitung von Manfred Seyffer.
2001: 100 Jahre OG Ensingen
Leider konnte die Chronik bisher noch nicht weitergeführt werden.
Stand 01.01.2016